Hier finden Sie Gedanken zu besonderen Anlässen

Gedenken der Corona Verstorbenen

„Es gibt nichts, was uns die Abwesenheit eines uns lieben Menschen ersetzen kann, und man soll das auch gar nicht versuchen.

Man muss es einfach aushalten und durchhalten. Das klingt zunächst sehr hart, aber es ist doch zugleich ein großer Trost.

Denn indem die Lücke wirklich unausgefüllt bleibt, bleibt man durch sie miteinander verbunden.

Es ist verkehrt, wenn man sagt, Gott füllt die Lücke aus.

Er füllt sie gar nicht aus, sondern er hält sie gerade unausgefüllt, und hilft uns dadurch, unsere echte Gemeinschaft – wenn auch unter Schmerzen – zu bewahren.“

Dietrich Bonhoeffer

 

Bundesweit wird am 18,04.2021 in Gottesdiensten und Gedenkveranstaltungen der Corona Toten gedacht, die seit dem letzten Jahr verstorben sind. Dies geschieht auf Vorschlag des Bundespräsidenten Steinmeier, der zu diesem Gedenken schon vor Monaten eingeladen hat. Ob er dabei ahnte, dass uns die Belastung der Corona-Pandemie noch heute beschäftigt?

So könnte das Gedenken heute für manche Menschen ‚zu früh‘ kommen. Aber weil „Corona“ schon seit Monaten belastet, ist es auch gut, wenn wir im Bathildisheim uns dieses Gedenkens anschließen.

Darum soll auch für uns gelten: wir denken heute an alle Menschen, die an und durch Corona verstorben sind. In unseren Einrichtungen – und an vielen anderen Orten.

Wir vertrauen darauf, dass Gott keinen Menschen verloren gibt. Und durch unser Erinnern bleiben sie lebendig.

Wir denken dabei auch an alle Menschen, die überhaupt in dieser Zeit der Pandemie verstorben sind. Viele sind einsam gestorben. Niemand durfte bei ihnen sein und ihre Hand halten. Auch beim Abschied auf dem Friedhof hat so viel gefehlt. Nur die Allernächsten durften dabei sein, und wir konnten einander nicht in den Arm nehmen.

Wir vertrauen darauf, dass Gott trotzdem da ist und war: auf den Friedhöfen, in den Krankenhäusern und Wohnungen - und Zeichen schenkt, die das Dunkel aufhellen.

Wir denken an alle Menschen in der Welt, denn überall tötet das Virus. Besonders hart trifft es Regionen und Menschen ohne gute medizinische Versorgung

Das große Leid verbindet uns miteinander und wir wissen, dass Gott Augen hat gerade für die Schwachen. Auch sie müssen wir im Blick behalten.

Nach den langen Monaten der Pandemie kommen viele von uns an ihre Grenzen in ihrer Arbeit und in ihrem Miteinander zuhause. Existenzen sind bedroht. Die Freude am Leben wird uns schwer.

Wir bitten Gott: lass das dunkle Tal zu Ende gehen. Stärke uns alle im Abschied und Neubeginn und für unsere täglichen Wege. Schenke uns Kraft und einen langen Atem.

Hier finden Sie Videos zu besonderen Anlässen

Wir feiern Pfingsten! Ein Fest, das mit zwei Feiertagen besonders geehrt wird. Aber sagt Ihnen dieses Fest etwas? Pfingsten? Sagt mir nichts...?!". Dass dieses Fest aber viel "zu sagen" hat und gerade mit "weitersagen" und "zur Sprache finden" in Verbindung steht, davon erzählt eine Videoandacht, aufgenommen auf der Warte  bei Mengeringhausen. Sie verbindet die Erzählung von Pfingsten mit der noch viel älteren Geschichte des "Turmbau zu Babel". Volker Hildebrand aus Helsen zeichnet wieder in perfekter Weise für Ton und Bild verantwortlich - ein besonderer Dank an ihn für sein Engagement!

Hier geht es zum Video zu Pfingsten

 

Pfarrerrin Maren Jahnke und Pfarrer Uwe Jahnke gehen zwischen der Segenskapelle des Bathildisheimes und der St.Georg-Kirche in Bad Arlosen Mengeringhausen die Festtage von "Palmarum" bis Ostersonntag entlang. Dabei laden sie zum Entdecken der Osterbotschaft ein.

Hier geht es zum Video zu Ostern

 

Weihnachten geht es um Geschenke - das weiß jedes Kind. Aber dass es dabei auch um den Heiligen Nikolaus und Martin Luther geht, ist weniger bekannt. Was die beiden verbindet und wieso sich Martin Luther über den Nikolaus auch ärgerte, erfahren Sie in diesem Video-Beitrag.

Hier geht es zur Video zu Nikolaus


Miteinander für die Seele sorgen

„Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden.“ (Römer 12, 12)

Im Bathildisheim kommen ganz unterschiedliche Menschen zusammen: Alte und Junge, mit und ohne Beeinträchtigung, Klientinnen und Klienten, Angehörige und Freunde, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie leben, arbeiten und lernen hier und bringen ihre Fragen, Ängste und Hoffnungen mit.

Seelsorge bedeutet für uns: miteinander für die Seele zu sorgen. Miteinander, das meint Menschen mit und ohne Beeinträchtigung, das meint Mitarbeitende auf allen Ebenen, Beschäftigte, Schüler und Schülerinnen, Auszubildende.

Seelsorge schafft Raum und Zeit, damit man sich etwas von der Seele reden oder einfach die Seele baumeln lassen kann.

Seelsorge begleitet die unterschiedlichen Menschen spirituell in ihrem Alltag und an den Grenzen des Lebens. Sie öffnet den Blick für die Fülle der Möglichkeiten, die Gott schenkt und die immer über das Vorhandene hinausweisen.

Seelsorge geschieht in Gottesdiensten und Andachten, in Gesprächen, im Konfirmandenunterricht, in der Sterbebegleitung, bei Beerdigungen, in der Fort- und Weiterbildung und oft genug auch im Alltag.