Seitenwechsel: Vom Internatsschüler zum Erzieher im Bathildisheim

| Autor: Dennis Ziaja, FSJler im Bathildisheim

Eindrücke aus dem FSJ

Mein Name ist Dennis Ziaja. Ich bin 17 Jahre alt und mache seit September ein Freiwilliges Soziales Jahr im Bathildisheim. Hier ein Blog über meine Eindrücke von der Zeit.

Wie es mir gefällt? Es war eine super Entscheidung, das FSJ zu machen!

Als FSJler fängt man natürlich damit an, dass man einen Tag hospitiert. So kann man sehen, wie alles läuft. Dann übernimmt man immer mehr Aufgaben im Team. Als Neuer bin ich immer gut von den Kollegen angeleitet worden. Und wenn ich etwas nicht weiß, frage ich nach.

Ich bin im Kinder- und Jugendwohnen. Wie der Name schon sagt, wohnen hier Kinder und Jugendliche. Die meisten von ihnen gehen auf die Karl-Preising-Schule. Da der Heimweg oft zu weit wäre, leben sie Montag-Freitag bei uns.

Als Erzieher zu arbeiten bedeutet natürlich viel mehr als nur auf die Kinder aufzupassen: Wir unternehmen was mit ihnen, versuchen sie bestmöglich zu unterstützen, schlichten Streit und begleiten sie in Ihrer Entwicklung. Schön finde ich immer Sonntag, wenn die Kinder aus dem Wochenende zurückkommen, dann wird zusammen gekocht. Die meisten erzählen dann, wie es am Wochenende oder in den Ferien war, und das ist oft interessant.

Was mir gleich von Anfang an leicht gefallen ist, ist mit den Kindern in Verbindung zu treten. Manche waren aufgeschlossen und andere waren natürlich schüchtern, aber das ist ja ganz normal.

Wo ich erstmal rein kommen musste, war der pflegerische Bereich. Natürlich muss man sagen, dass für manche Windel wechseln oder sauber machen nichts ist. Da muss man sich aber einfach dran versuchen. Denn von nichts, kommt nichts. Natürlich war auch ich erstmal auch schüchtern, was ja natürlich normal ist, denn wir sind ja auch nur Menschen.

Ich war auch mal als Schüler in einem Internat, daher habe etwas Erfahrung mit so einer Organisation. Und jetzt mit den Kindern zu arbeiten macht mir mächtig Spaß. Das ist natürlich das Besondere, der Perspektivwechsel. Manches, was ich früher als Kind merkwürdig fand, sehe ich heute aus der Erzieherperspektive ganz anders. Zum Beispiel früher dachte ich, dass Erzieher sein einfach nur spielen ist, aber das ist natürlich nicht so. Es ist viel anspruchsvoller. Natürlich spielt man auch mit den Kindern, lacht viel und hat Spaß - aber manchmal, muss man auch konsequent sein. Die andere Perspektive haben. Dokumentieren ist dann natürlich auch so eine Sache. 

Was auch spannend ist: Unser ältester Jugendlicher ist älter als ich. Klingt vielleicht seltsam, ist aber für uns kein Problem, denn trotzdem verstehen wir uns, und er erkennt mich als Erzieher an.

Grundsätzlich halte ich ein FSJ für sehr sinnvoll, denn so macht man praktisch ein Praktikum für ein Jahr und ein kleines „Taschengeld“. In manchen FSJ-Stellen kriegt man sogar ein Zimmer gestellt wo man mit anderen wie in einer Art WG zusammen wohnt. Verpflegen muss man da sich natürlich selber. Man kriegt aber auch dafür Verpflegungsgeld. Dies nutze ich auch selber.

Jeder, der sich auch gerne im Bathildisheim für ein FSJ bewerben möchte, kann ich bei Herrn Gers, dem Leiter Personalwesen erkundigen oder man schaut bei der Diakonie Hessen: https://fsj.ev-freiwilligendienste-hessen.de/

Weitere Artikel
FSJ_Blog.jpg