Schon mal eine Walnuss achtsam gegessen?

| Autor: Jana Wenzlow, Kollegin im Bereich der Zentralen Fachdienste

Was uns mehr Achtsamkeit im Arbeitsalltag und gesamten Leben bringen kann…

Eine Walnuss nicht einfach nur in den Mund zu stecken, kauen und runter schlucken. Achtsamkeit ist viel mehr: Die Nuss in die Hand nehmen, sie betrachten. Wie sieht sie aus? Welche Form hat sie? Wie fühlt sie sich an? Die Finger über die Höhen und Tiefen der Walnuss gleiten lassen, sich ausschließlich auf diese kleine Nuss konzentrieren. Wie riecht sie? Verändert sich der Geruch? Wird er intensiver? Die Walnuss in den Mund stecken, sie mit den Lippen und der Zunge erspüren. Wie fühlt sich die Walnuss an? Gibt es jetzt schon einen Geschmack im Mund? Und dann: ultralangsam kauen. Geschmacksveränderungen spüren, Gedanken und Gefühle wahrnehmen.

Diese und andere Übungen der Achtsamkeit habe ich in einem Kurs kennengelernt. Vor allem auch das Atmen. Und tatsächlich wende ich es mittlerweile sehr oft in meinem Alltag an. Für mich ist Achtsamkeit ein Anker, der dafür sorgt, dass ich wieder runter komme und entspannen kann. Besonders in hektischen Zeiten konzentriere ich mich auf meinen Atem, gerade wenn ich eine schwierige Situation vor mir habe. So bekomme ich ein größeres Bewusstsein auch über meinen körperlichen Zustand und meine Gefühlslage. Die Achtsamkeit ist eine Methode, die extrem hilfreich ist, wenn man viel mit Menschen arbeitet, um somit immer wieder auch in die Beziehung mit sich selbst zu kommen. Natürlich bedarf dies auch Zeit und Übung in dem Zustand des Hier und Jetzt zu sein, aber es lohnt sich.

Selbst Interesse ins Thema einzutauchen? Am 30. und 31. Oktober bietet das Bathildisheim diesen Einsteigerkurs zur Achtsamkeit wieder an.

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