Inklusion im Alltag

| Autor: Juliane Diener | Bathildisheim

Was hilft, was nicht

Inklusion ist ein großes Wort und zeigt sich nicht selten durch Kleinigkeiten. Menschen erleben Selbstständigkeit vor allem durch Unterstützung im Alltag. Damit sie teilhaben können. Und zwar immer dann, wenn es geht. Jeder und jede ganz individuell. Egal, ob es bedeutet, dass die Wäsche selbst zur Waschmaschine gebracht wird oder in der WG zusammen gekocht wird. Wir sind als Mitarbeitende immer nur die, die es möglich machen. Geschehen lassen es die Klienten und Klientinnen.

Manchmal mag es für Außenstehende einfacher erscheinen, die Aufgabe den Menschen mit Beeinträchtigung abzunehmen. So wird sie schneller, besser und effizienter erledigt. Doch darum geht es nicht. Sondern um das Gegenteil: Menschen in ihrer Eigenständigkeit zu unterstützen. So wie es für sie passend ist, so wie sie es möchten, so wie es ihnen möglich ist. Manchmal ist eben weniger mehr.

Ein großes Anliegen in unserem Tun. Uns die Zeit nehmen, emphatisch sein, immer wieder überlegen, was die beste Unterstützung ist.

Und wenn die WG mal wieder ein Essen plant? Dann bestimmen sie selbst, was sie essen möchten, es wird der Einkauf begleitet und beim Schnippeln NUR geholfen. Denn ein Essen, welches selbst mitgestaltet wurde, schmeckt natürlich umso besser.

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