Projekt "Rumänienhilfe Zatreni"
Ein Spendenprojekt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rehazentrums Bathildisheim
Die Vorgeschichte

Ende der 80er Jahre gehen erschütternde Bilder aus Rumänien um die Welt:
Journalisten ist es gelungen, aus verwahrlosten Kinder- und Altersheimen in Rumänien zu berichten. Menschen, die frierend und hungernd ohne ausreichende Betreuung in Elendsquartieren leben. Offiziell gab es zu diesem Zeitpunkt keine Menschen, die hungerten und froren, obdachlos waren und verelendeten. Tatsächlich aber sah die Situation ganz anders aus. Kranke und behinderte Menschen waren sich selbst überlassen oder wurden in Heime weggesperrt. Als Verantwortlichen für diese Verhältnisse hielt man den damaligen Diktator und Präsidenten des Landes, Ceausescu, der 1989 bei einem Volksaufstand gestürzt und hingerichtet wurde.
Ein Projekt ensteht
Diese bedrückenden Nachrichten ließen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufhorchen. Pflege, Zuwendung, Hilfe und Betreuung für Menschen mit Behinderungen ist für uns selbstverständlich. So war sehr schnell der Entschluss gefasst, uns um ein besonders hilfsbedürftiges Heim in Rumänien kümmern zu wollen. Die Idee war geboren und die Mitarbeitervertretung koordinierte das Projekt.
Unser erster Besuch in Rumänien
Erstmalig 1990 machten sich einige unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Weg, um ein Heim in Zatreni, mitten in einer der ärmsten Regionen Rumäniens (Walachei), zu besuchen.

Ca. 150 Menschen jeden Alters, überwiegend schwerstmehrfach behindert, lebten in unbeheizten Räumen. Einige lagen nackt, nur mit dünnen Tüchern, bedeckt im Bett, manche waren angebunden. Fließendes Wasser, sanitäre Einrichtungen sowie regelmäßige warme Mahlzeiten gab es nicht. Die Betreuerinnen und Betreuer kamen täglich mehr als zehn Kilometer aus den weit verstreuten Ortsteilen von Zatreni zu Fuß, um in dem Heim zu arbeiten. Diese Frauen und Männer taten das für wenig oder gar keinen Lohn, häufig genug nur für einen Teller warme Suppe.
Die Hilfe, die wir bisher leisten konnten

Bei unserem ersten Besuch in Zatreni wurde erst einmal für Licht in den Zimmern und Fluren gesorgt sowie eine Bestandsaufnahme der dringlichsten Arbeiten erstellt. Darauf folgten bis zum heutigen Zeitpunkt ein bis zwei Hilfstransporte pro Jahr, immer begleitet von Handwerkern unseres Hauses.
Inzwischen ist eine Wasserzisterne ist installiert. Pflegebetten sowie Tonnen an Kleidung und Lebensmittel haben wir in nach Zatreni gebracht. Funktionsfähige Fahrräder und ein gespendeter Traktor bringen Mobilität und Erleichterung für die dortigen Betreuer.
Die Pflege der dort lebenden Menschen konnte mit unserer Hilfe erheblich verbessert werden. Windeln, Unterlagen, Schnabeltassen, für uns selbstverständlich, in Zatreni unbegreifbare Geschenke. Mit gut gebrauchten Rollstühlen, Rollatoren und Gehhilfen sind schwerbehinderte Heimbewohner ungewöhnlich mobil geworden.
Mit unserer finanziellen Unterstützung konnte im Hof des Heims ein Pavillon gebaut werden, ein Platz für die Bewohner, um ihre Mahlzeiten einzunehmen.
Lange war die Kommunikation mit den Partnern in Zatreni schwierig. Sie konnte nur mit Hilfe von wenigen ehemals rumäniendeutschen Mitarbeitern gelingen. Seit einiger Zeit werden wir von einer Dolmetscherin unterstützt. Mittlerweile ist ein stabiler Kontakt zum Ort Zatreni, zur Heimleitung und Unterstützergruppen im Ort entstanden. (Bild umbau,)
Zukunftsaussichten
Als nächstes Projekt müssen die Küche, die Waschräume und die sanitären Anlagen modernisiert werden. Im Mai dieses Jahres ging nun der 20. Hilfsgütertransport auf seinen 2200 km langen Weg, begleitet von Mitarbeitern und der Übersetzerin nach Zatreni. Die nächsten Aktionen werden aller Voraussicht nach sein: Installation einer Waschküche, Einrichtung der Großküche, Sanierung der Sanitär- und Waschbereiche.
Unterstützung
Im Herbst 2003 hat sich der Vorstand des Bathildisheimes entschlossen das
"Projekt Rumänienhilfe Zatreni" zu begleiten. Dadurch ist es möglich, dass zurzeit einige motivierte Mitarbeiterinnen und der Arzt des Heimes in Zatreni Deutschunterricht erhalten. Im Jahr 2005 besuchten uns einige rumänische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie hospitierten bei uns und wurden geschult in Pflege und Betreuung.
Wir bedanken uns
Unsere Arbeit ist nur durch Sach- und Geldspenden möglich. Die Zuschüsse des rumänischen Staates reichen auch heute noch nicht aus, um eine menschenwürdige Betreuung im Heim sicherstellen zu können.

Wir bedanken uns bei den vielen Vereinen, Kirchengemeinden und anderen Institutionen, die uns unterstützen.
Wir bedanken uns auch bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Rehazentrums Bathildisheim, die regelmäßig spenden, zu Gunsten von Zatreni auf Geburtstagsblumensträuße verzichten, sich an Transport- und Arbeitseinsätzen beteiligen.
Ein ganz herzliches Dankeschön sagen wir den Kindern im Schülerinternat unserer Karl-Preising-Schule. Sie verzichten jedes Jahr während der Fastenzeit auf ihren Nachtisch und spenden den dadurch eingesparten Betrag. Außerdem verkaufen sie einmal jährlich selbstgebackene Waffeln, um den erzielten Erlös für das Projekt zu spenden.
Wir sind dankbar für jede Unterstützung!
Spendenkonten
Kassler Bank,
BLZ 520 900 00, Konto Nr. 40 011 218
Kreissparkasse Bad Arolsen
BLZ 523 500 , Konto Nr. 01001114
Kontakt
Christa Bertram, Karl-Friederich Herwig,
Mitarbeitervertretung
05691 899 -199 oder
0561 72890 -126 05
Helmut Hausmann
BBW Nordhessen
|h.hausmann@bbw-nordhessen.de
|
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