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Inklusion in Leichter Sprache

Alle gehören zusammen

Wir Menschen sind verschieden:

Es gibt große Menschen und kleine Menschen.

Manche Menschen sind dick, 

andere sind schon viele Jahre alt.

Einige Menschen haben eine dunkle Hautfarbe, 

andere Menschen sind blind.

Jeder Mensch ist anders.

Wir müssen überlegen, wie wir zusammen leben wollen.


Idee:

Viele Menschen auf der Welt haben nach einer Antwort gesucht. 

Sie lautet:

Alle Menschen gehören zusammen.

Alle Menschen sollen die gleichen Rechte haben.

In schwerer Sprache heißt diese Idee: Inklusion. 

Man spricht es so: In-klu-sion.

Menschen an einem Tisch

Vertrag:

Ein Vertrag schützt in vielen Ländern die Rechte von Menschen mit Behinderung.

Im Jahr 2009 hat auch Deutschland diesem Vertrag zugestimmt. 

In schwerer Sprache heißt der Vertrag: 

Behinderten-Rechts-Konvention. 

In dem Vertrag steht zum Beispiel:

Jeder Mensch darf dabei sein

o im Kinder-Garten

o in der Schule

o in der Aus-Bildung

o im Arbeits-Leben

o im Schwimmbad

o im Theater

o auf dem Sport-Platz.


Jeder Mensch darf für sich selber entscheiden.

Das bedeutet zum Beispiel:

o Menschen mit Behinderung bestimmen, 

wo sie arbeiten wollen.

o Menschen mit Behinderung bestimmen, 

ob sie alleine leben wollen oder mit anderen zusammen.

o Jeder darf entscheiden, 

wohin er in den Urlaub fahren möchte.

 

Die Hindernisse müssen weg.

In der schweren Sprache heißt das: 

Barriere-Freiheit.

Das bedeutet zum Beispiel:

o Häuser müssen Rampen haben.

Dann können Menschen im Rollstuhl überall rein kommen.

o Für Menschen mit Lern-Schwierigkeiten muss es Informationen und Bücher in Leichter Sprache geben.

Aber auch die Hindernisse in den Köpfen müssen weg. 

Es muss selbstverständlich sein, dass wir Menschen verschieden sind und doch zusammen gehören.

Das braucht Zeit.

Es muss sich viel verändern, damit Inklusion gelingt.

Auch im Bathildis-Heim.

 

Bathildis-Heim:

Für uns bedeutet Inklusion:

Menschen mit Behinderungen bestimmen mit. 

Deshalb sind der Bewohner-Beirat 

und der Werkstatt-Beirat so wichtig.

Wir unterstützen Menschen da, 

wo sie leben und arbeiten möchten.

Wir arbeiten daran, dass Kinder mit Behinderung in die Schule gehen können, die von allen Kindern besucht wird.

Wir setzen uns für die Idee der Inklusion ein. 

Zum Beispiel bei Politikern, bei Unternehmen und in der Kirche.

Uns treibt dabei die Bibel an. 

Das Bathildisheim

 

Bibel:

Die Bibel erzählt auch von der Idee, 

dass alle zusammengehören:

Gott liebt alle Menschen. 

Jeder Mensch ist für Gott ein besonderer Mensch:

Egal, ob jemand viel Geld hat. 

Egal, ob ein Mensch mit oder ohne Behinderungen lebt.

Egal aus welchem Land ein Mensch kommt.

Für Gott gehören alle dazu!

Jeder Mensch hat das Recht, so zu sein, wie er ist.

Niemand darf draußen bleiben.

Deshalb gibt es in der Bibel besondere Rechte für Menschen,

die Unterstützung brauchen.

Darum sind wir so überzeugt von der Idee: Alle gehören dazu.

 

Aktions-Plan:

Eine Idee ist wichtig.

Aber wir müssen alle mitmachen,

damit diese Idee umgesetzt wird.

Deshalb brauchen wir einen Aktions-Plan.

Das bedeutet:  

Wir schreiben auf, was wir machen wollen.

Daran arbeiten wir gerade.

Helfen Sie mit!

Separation - Integration - Inklusion

Mengen und Kreise erklären die Begriffe Inklusion und Integration bildlich

Separation, Integration und Inklusion sind Ideologien, die jeweils im Kontext der gesellschaftlichen Entwicklung und dessen Zeitgeist zu sehen und zu bewerten sind. 

So war die Entstehung der Sonderpädagogik in der Behindertenhilfe ein Ergebnis der Separation.

Die begriffliche Trennung von Integration zur Inklusion ist nicht immer einfach. Integriert sind Menschen mit Behinderung dann, wenn sie als Gruppe oder als Individuum abhängig vom Grat der notwendigen Unterstützung punktuell in Kommunikations- und Arbeitsgemeinschaften einbezogen sind.

Slogans wie "Es ist normal, verschieden zu sein", "Vielfalt macht stark", "Jeder Mensch ist besonders" oder "Alle sind behindert" sollen deutlich machen, dass Inklusion über den aus der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zitierten Begriff hinaus als Aufgabe mit Folgen für die gesamte Gesellschaft betrachtet werden muss.

Die Inklusion sichert allen Menschen das gleiche volle Recht auf individuelle Entwicklung und soziale Teilhabe ungeachtet ihrer persönlichen Unterstützungsbedürfnisse zu.

Videos zum Thema Inklusion

Das Video zeigt Aufnahmen
aus dem Berufsbildungswerk Nordhessen.

Das Berufsbildungswerk heißt auch BBW.

Im BBW lernen Menschen
ihre Arbeit.

Im BBW lernen Menschen
mit und ohne Behinderung gemeinsam.

Das ist Inklusion.

Das Video zeigt Aufnahmen
aus der Karl-Preising-Schule
und der Nicolaus-Hilgermann-Schule.

In der Karl-Preising-Schule lernen
Kinder mit Behinderung.

In der Nicolaus-Hilgermann-Schule lernen
Kinder ohne Behinderung.

Beide Schulen arbeiten zusammen.

Das nennt man kooperieren.

Jetzt lernen alle Kinder gemeinsam.

Das ist Inklusion.

Das ist ein Video zu einem Lied.

Im Video singen Menschen
mit und ohne Behinderung
das Lied gemeinsam mit der Band.

Das Lied singt die Band Blind Foundation.

Das Lied erzählt vom anders sein.

Anders sein ist nicht schlimm.

Alle Menschen sollen gemeinsam leben.

 

Das ist Inklusion.

 

 

Das Video erklärt Inklusion.