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Wie das Miteinander in diakonischen Organisationen gestaltet werden kann

Das kirchliche Arbeitsrecht geht eigene Wege und gestaltet die Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern weitgehend ohne den Einfluss von Gewerkschaften. Streik und Aussperrung sind aus theologischen Gründen nicht erlaubt. Dagegen richtet sich immer wieder der Protest von Gewerkschaftsvertretern und Arbeitnehmern.

Dr. Christian Geyer, Fachlicher Vorstand im Bathildisheim, geht in seiner Dissertation mit dem Titel: „Arbeitsbeziehungen in der Diakonie. Demokratisches Bürgerethos als christliche Orientierung einer hybriden Sozialpartnerschaft“ der Frage nach, wie Arbeitsbeziehungen im 21. Jahrhundert, vom christlichen Ethos inspiriert, gestaltet werden können.

Dabei steht im Mittelpunkt, wie Mitarbeiter an diesen Entscheidungsprozessen beteiligt sein können und wie eine Unternehmenskultur gestaltet werden muss, die das ermöglicht.

Die Antwort, die Dr. Christian Geyer in seinem Buch skizziert, lautet: „Mehr Demokratie wagen“ und „Selbstbestimmung zumuten“, um demokratische Arbeitsbeziehungen zu gestalten. Besonders wichtig dabei: Es gibt nicht nur ein System, sondern es entsteht eine Topologie demokratischer Arbeitsbeziehungen, die unterschiedlich kombinierbar sind. Ein ganzes Feld an Möglichkeiten also. Was passiert mit Unternehmen, die sich in den Demokratisierungsprozess begeben? Auch Streik und Aussperrungen sind dann nicht mehr ausgeschlossen, sondern Teil der Konfliktregulierung. Diese Arbeitsbeziehungen werden radikal anders gedacht und überwinden so die Grenzen der bisherigen Konzepte. Demokratie wagen, kann ein schwieriger aber lohnender Prozess sein.

Link zum Buch: http://www.nomos-shop.de/30290