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Filmtipp: „Uma und ich“, „Uma und wir“

Dokumentationen über den Alltag einer Familie

Uma und ich: Menschen hautnah, ARD

Tabea Hosche ist Filmemacherin und Mutter. Aus dieser Kombination heraus erzählt sie die Geschichte ihrer eigenen Familie: zwei Kinder, zwei Eltern, Leben in der Stadt. Klingt erst einmal nicht besonders. Doch Uma, die älteste Tochter hat einen seltenen Gendefekt. Sie ist geistig beeinträchtigt, schwerhörig, hat Epilepsie und eine schwere Sprachentwicklungsstörung. Über Jahre hat die Mutter das Leben mit der Kamera und einem sehr persönlichen Blick begleitet.

Das besondere an den mittlerweile zwei Dokumentationen ist, dass es sich nicht um die oft typische Heldengeschichte handelt. Es ist fast weniger die Geschichte von Uma, als die ihren Eltern. Wie geht ein Paar mit der Situation um, wie schaffen sie es gemeinsam den Alltag zu bewältigen, wie treffen sie Entscheidungen, wenn sie verschiedener Meinung sind? Dabei stellt sie sich und ihren Partner nicht auf einen Sockel (Eltern, die nach dem ersten Schock alles glänzend auf die Reihe bekommen). Sondern sie zeigt authentisch, wie das Leben aussieht. Und was für Fragen sie sich stellen, theoretischer wie praktischer Natur: Wie gibt man einem Kind eine Tablette, das es nicht will? Kann man in eine Toilette fallen? Wie entscheiden wir, ob wir uns noch mehr Kinder zutrauen? 

Dabei sind Filme entstanden, die in ihrer Ehrlichkeit unglaublich berührend sind, lange nachwirken und einfach nur Mut machen.

Die beiden Filme sind in der ARD Mediathek zu sehen: